Wenn Arzttermine zur Demokratiefrage werden

Shownotes

Die Finanzlage von Kranken- und Pflegeversicherung bleibt angespannt, während der Reformdruck weiter wächst. Im Podcast „Die Berliner Stunde“ spricht der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag und frühere Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek mit Thomas Hommel über die Frage, wie sich die großen Herausforderungen in Gesundheit und Pflege noch bewältigen lassen. Seine Antwort: Die Akteure müssten sich endlich „unterhaken“ und gemeinsam Lösungen erarbeiten.

Außerdem geht es um den Abbau von Bürokratie in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die stärkere Einbindung von Kommunen und Ehrenamtlichen sowie die milliardenschweren Corona-Kosten der Pflegeversicherung. Warum Holetschek Gesundheit und Pflege für „demokratierelevante“ Themen hält und welche Reformschritte aus seiner Sicht jetzt Priorität haben, hören Sie in dieser Folge der Berliner Stunde.

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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:07: Hallo und herzlich willkommen bei die Berliner Stunde der Gesundheitspolitische Podcast.

00:00:12: Mein Name ist Thomas Hommel, ich leite das Thema Politik- und Debatte der Ärztezeitung.

00:00:18: In dieser Folge geht es nach Bayern genauer gesagt in den Bayerischen Landtag in München.

00:00:23: Dort begrüße ich ganz herzlich den CSU-Fraktionsvorsitzenden Und früher ein Gesundheits- und Pflegeminister im Freistaat, Herrn Klaus Holitschek.

00:00:32: Schönen guten Tag Herr Holitscheck!

00:00:33: Grüß Gott nach Berlin, Herr Warmehl.

00:00:36: Ja vielen Dank dass Sie sich die Zeit nehmen für unseren Podcast und beginnen möchte ich wenn sie gestattet mit einem Zitat von Ihnen zum ersten Januar.

00:00:46: zwanzig sechsundzwanzig haben Sie über notwendige Sozialreformen gesprochen Und Sie haben unter anderem gesagt, dass ich der Reformbedarf in Deutschland bei Gesundheit und Pflege besonders deutlich zeige.

00:01:00: Die Beitragsspirale sagen sie, die drehe sich immer schneller.

00:01:04: Herr Honecek, wie blicken Sie jetzt nach knapp zehn Monaten auf diese Debatte?

00:01:07: Geht es schnell genug voran mit den Sanierungsarbeiten?

00:01:11: Ja, ich glaube wir haben einige Dinge auf den Weg gebracht und einige Dinge sind noch sozusagen im Maschinenraum und müssen noch weitergetrieben werden.

00:01:20: Ich habe damals auch dieses Thema angesprochen, weil ich glaube das diese sozialen Themen und erzähle natürlich auf Gesundheit und Pflege im Kern dazu für die Menschen ganz relevant sind.

00:01:31: Und letztlich sind sie demokratierelevanz wenn ich das so sagen darf, weil wir auch merken dass es miss darum geht was kann denn der Staat tun in diesen Situationen?

00:01:41: wann kriege ich einen Termin beim Arzt?

00:01:43: ist mein Pflegeplatz überhaupt da?

00:01:45: Und wenn das nicht funktioniert, das System dann sind viele Menschen auch verzweifelt und frustriert.

00:01:51: Und möglicherweise ist es dann auch wieder ein Thema der Radikalisierung.

00:01:54: also deswegen denke ich Es ist etwas passiert!

00:01:57: Es muss aber noch weitergehen.

00:01:59: wir haben die Gerechtigkeitsdebatten sie jetzt parallel auch laufen und von daher gibt's schon noch viel zu tun.

00:02:05: Viel zu tun ist ein gutes Stichwort denn zwei Sorgenkinder das wissen wir beide sind die gesetzliche Kranken- und die gesetze Pflegeversicherung.

00:02:14: Beide kämpfen Nicht nur mit strukturellen Problemen, sondern auch mit hohen Defiziten.

00:02:21: Und wie kriegen wir die Kassen saniert?

00:02:24: Naja ich glaube ein des der großen Themen bleibt und ist noch mal vom System her zu denken diese Frage der Versicherungsbremten Leistungen die drin sind.

00:02:34: Ich habe aber bei der GKV ja das ein bisschen geändert und hat versucht da ein bisschen höher reinzugehen, als es am Anfang geplant war.

00:02:42: Am Anfang war das ja irgendwie total ungleich die wichtigste.

00:02:45: Man hat Versicherungsforende Leistungen ersetzt und hat dann wieder zuschüssig gekürzt, dass sich jetzt Gott sei Dank ein bisschen geändert.

00:02:51: aber trotzdem wissen wir, dass dort insgesamt ja zehn bis elf Milliarden der bayerigen der Bürgergeldempfänger drin sind sie eigentlich nicht in zu zehn Gehörten.

00:02:58: Und bei der Pflegeversicherung ist es analog so.

00:03:02: Sie haben alleine dort fünf Komma fünf Milliarden vor unabhängigem mehr Aufwendungen Rennpunkte der pflegenden Angehörigen, die auch nicht dort beitragen.

00:03:11: Sie haben die Frage Ausbildungskosten.

00:03:13: Ich würde halt dafür werben, dass man bevor man fragt wie kann ich jetzt aus anderen Systemen etwas überführen?

00:03:20: Dass man sich mal überlegt was muss ich denn selber als Staat erstmal tun um zu stabilisieren?

00:03:25: und dann geht es natürlich in die Struktureformen rein.

00:03:28: Die kommen müssen im beiden Bereichen.

00:03:30: Natürlich das Thema der Patientensteuerung.

00:03:33: Ich durfte ja damals den Koalitionsversorg mit auch verhandeln.

00:03:36: Das war ja eines der zentralen Themen, die wir in diesem Koalitionsvertrag mit eingeführt haben.

00:03:41: Auf die kommen wir noch natürlich zu sprechen müssen werden.

00:03:44: als Ärztezeitung ist das sozusagen unsere Zielgruppe da.

00:03:47: Wären wir nochmal ran gehen an die Primärversorgung?

00:03:50: Bleiben wir noch einmal im Thema Pflegeversicherung.

00:03:52: ganz aktuell gab jetzt kürzlich den Kabinettsentwurf für eine Reform der sozialen Pflegefersicherung für ein sogenanntes Pflege-Neuordnungsgesetz.

00:04:03: Klingt nach was Großen steht denn da etwas drin im Entwurf, Herr Holitschek?

00:04:09: Was Sie erst mal besonders gut finden.

00:04:11: Also ich steh' in ein paar Worte drinnen, die schon positiv sehen.

00:04:15: Wir werden dann sehen wie sie ausgeführt werden mit dem Thema Pflegebegleitung und der Thema Prävention, das Thema auch dass wir Digitalisierung noch mehr nutzen können um auch wieder mehr Freiheit zu kriegen an anderer Seite.

00:04:26: Das sind schon Dinge glaube ich, die mir richtig sind.

00:04:29: Ich denke wir müssen Pflege übrigens völlig anders organisieren in den Kommunen Gemeintam an den Schnittstellen Ehrenamt, Familie, ambulante Pflegedienstes.

00:04:40: Ich glaube da wird in Zukunft die Musik spielen Quartiersmanagement und auch diese Themen müssen wir uns vorbereiten.

00:04:48: das tun wir im Bayern auch mit der Idee gute Pflege daheim.

00:04:51: Da glaube ich liegt es auch ein Teil der Wahrheit wo wir auf Mittel einsetzen müssen für die Zukunft.

00:04:57: Und des Anderes sind natürlich dann die Fragen der stationären Pflege die ja jetzt in die externen Kommission noch mal gegangen sind.

00:05:05: Pflege vor Ort in den Kommunen, das haben sie betont.

00:05:08: Das ist wichtig.

00:05:08: Haben denn die Kommunen die Möglichkeit?

00:05:10: Ich meine natürlich auch die finanziellen Möglichkeiten, denn am Ende kostet ja auch ein bisschen Geld so eine Infrastruktur vorzuhalten oder würden Sie sagen es gar nicht so sehr ne Frage des Geldes.

00:05:22: Ja ich glaube es ist ein Thema dass wir vor Ort mit auch abbilden müssen.

00:05:32: Sehen Sie natürlich, dass die Menschen bommern und fragen, wo es eine abolante Pflege ist.

00:05:36: Wo gibt's einen Pflegeplatz?

00:05:37: Wer kann mich entlassen?

00:05:39: Deswegen sind die Strukturen der sorgenden Gemeinschaften schon vor Ort da.

00:05:43: Und jetzt haben wir eine Richtlinie in Bayern-Pflege so nahe, wo wird zum Beispiel auch Tagespflege, Kurzzeitpflege Notfallpflege fordern also die Kommunen auch unterstützen.

00:05:53: Wir haben zum Beispiel eine Förderrichtslinie auf den Weg gebracht.

00:05:56: Gute Pflege daheim, wo wir so eine Art Pflegelotzen mit unterstützen, der dann auch im System ist.

00:06:02: und jetzt wenn ich da nochmal aus dem Gesetzesentwurf zurückkomme wie die Pflegebegleitung ausgestaltet wird, dann sehe ich da Grundstrukturen, die dann verbunden werden können.

00:06:13: aber natürlich wird es auch dann Geld kosten am Ende des Tages bestimmte Leistungen nicht umsonst geben.

00:06:19: Auch ambulante Pflegedienste sind Mittel brauchen, wenn wir sehen, dass die Dynamisierung teilweise rausgenommen wurde jetzt in diesem Gesetz.

00:06:28: Dann werden auch ambulante Pflegegienste erst wieder mal mehr Probleme

00:06:31: haben.".

00:06:32: Sie haben ja schon die Strukturkommission angesprochen, die jetzt ein paar Themen ausbaldobern soll – etwa das in der Koalition strittige Thema eines Finanzausgleist zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung.

00:06:50: Das ist ja auch nicht neu, die Debatte.

00:06:52: Hielten Sie denn den Schritt für Ziffern der World Check?

00:06:55: Also ich bin da skeptisch, dass das wirklich unser Problem lösen wird und ich bleibe bei dem was ich vorher gesagt habe ohne dass der Staat endlich mal seine eigenen Probleme löst indem er die Versicherungsverleistungen ersetzt, zumindest die fünf Komma-Fünf Milliarden.

00:07:11: Ist die Frage ob ich dann über diese Struktur fragen, dass ich aus einer Karte in die andere etwas rüberhole.

00:07:17: Das widersträgt mir ehrlicherweise.

00:07:19: Ich finde, man kann über viele Dinge diskutieren, aber im Inneren bleibt es skeptisch.

00:07:24: Aber erst muss der Staat da versorgen, dass das Thema der Versicherung beim Leistungen auch gelöst wird.

00:07:28: Das geht klar in Richtung Wilhelmstraße hier in Berlin?

00:07:31: Da sitzt er Bundesfinanzminister...

00:07:33: Ja!

00:07:34: Es geht einfach in.

00:07:34: die Frage ist, dass es eine Gerechtigkeitsfrage ist.

00:07:37: Also wenn ich irgendwo ein Kopf habe, bevor ich in eine andere Kasse reingreife, muss ihr halt meine eigene Entordnung bringen und das würde ich unterstreichen.

00:07:46: Wir haben ja das Problem ist ja nicht neu, das hatte früher lauter Bach und Winter schon.

00:07:50: Das ist ja ein Thema, dass ich aus meiner Aktiven Zeit als Gesundheitsminister noch gut kenne diese Versicherungsfreien Leistungen.

00:07:55: aber es muss doch mal möglich sein, dass wir diese einmalige fünf Komma fünf Milliarden oder fünf Kommaa neun Schabis sind sogar, dass wird jetzt jetzt mal beseitigen damit eine gewisse Stabilisierung zumindest mal reinbringen.

00:08:08: Wir haben Sondervermögen aufgebaut in hohem Maße für bestimmte wichtige Themen Sicherheit Infrastruktur.

00:08:15: dann muss es doch irgendwo im System einmal möglich sein, eine Ungerechtigkeit zu beseitigen um dann zu sagen wir haben unseren Beitrag aber gebracht bevor wir von allen anderen auch den Beitrag einfordern.

00:08:26: Diese fünf Komma, fünf Kommaanneuen Milliarden das sind ja die Corona-Kosten auf denen die Pflegekassen immer noch sitzen und ja auch nicht müde werden zu sagen Wir sind da in Vorkasse gegangen und haben hier gesamtgesellschaftliche Aufgaben finanziert.

00:08:41: Und das Geld sollte man uns dann zurückzeilen, es kam ja auch sogar schon der Vorschlag dass der Bund das nicht auf einen Schlag tun muss.

00:08:50: vielleicht in Raten sage ich mal, ob die DHK Gesundheit hat das vorgeschlagen?

00:08:55: Wäre das eine Möglichkeit ein Kompromiss?

00:08:57: Auch das ist eine Möglichkeit, das ist verständlich.

00:09:01: Wie bei der GKV wird das auch nicht alles durchgezeigt.

00:09:03: aber auch da sind diese Frage beitragen Bürgergeldentfänger eben auch relevant für das System.

00:09:10: Und ich finde, wir reden über Strukturen ist alles wichtig.

00:09:13: aber wer reden über einen Systemfehler der immer noch da ist und wo ich überhaupt keine Bereitschaft sehe dass man den in irgendeiner Weise jetzt mal abhilfe schafft.

00:09:25: Bleib mal beim Geld.

00:09:27: Das ist ja ein wichtiges Thema.

00:09:28: Auch die Investitionskosten Die Experten bei den Ländern Verankert sehen.

00:09:36: Mal weitergereicht an Sie, Herr Holitschek.

00:09:39: Wird Bayern seiner Verpflichtungen gerecht, genügend in die Pflegeinfrastruktur, in die pflegeheimen vor Ort zu investieren?

00:09:48: Die Kritik kennen sie!

00:09:49: Ja natürlich das ist ja auch ein Thema dass man genau so aufrufen muss wie wir auch das Thema der Versicherungsbeamte Leistung aufruft und natürlich investieren wird.

00:09:59: Wir haben einen Förderprogramm seit wo wir über vierhundertsechfundachtig Millionen investieren, über zehntausend Vierhundertsieb-Schlägeplätze zu modernisieren oder neu zu schaffen.

00:10:10: Also ich glaube, wir sind da schon strittig gegangen!

00:10:13: Das kann immer noch mehr sein.

00:10:14: Es ist auch ein Thema, das bei allen Ländern gilt – manche haben weniger und manche, glaube ich, noch gar nichts.

00:10:21: Ich denke also, dass wir zumindest gut dabei sind auch über neue Förderprogramme.

00:10:24: Wir haben ein eigenes Landeslegegeld in Bayern, das wir jetzt zwar unstrukturiert haben auch weitere Strukturverbesserungen geben.

00:10:34: Teilweise wird dann ausbissert, das alleine über vierhundertfünfzig Millionen ausmacht.

00:10:38: also ich denke wir haben das Thema schon erkannt und haben auch erkannt dass wir dort auch selber mit reingehen müssen weil es für die Menschen ein ganz zentrales wichtiges Thema ist wenn sie so wollen eine Schicksalsfrage der Generationen weil wir das ja draußen aufspüren.

00:10:54: Kommen wir mal zum Thema Prävention.

00:10:57: das hängt ja auch mit Pflegebedürftigkeit zusammen.

00:11:00: viele argumentieren ja Wenn man Prävention, Gesundheitsvorsorge-, Gesundheitsförderung ernster nehme mehr investierte dann ließe sich womöglich Pflegebedürftigkeit im Alter vermeiden oder hinaus zögern.

00:11:16: Ist das was ich jetzt sage?

00:11:18: Das klingt ja für viele so ein bisschen nach einer Binse oder nach einer Sonntagsrede aber ist das nicht auch eine riesen Herausforderung vor der wir stehen?

00:11:28: Absolut!

00:11:29: Wir brauchen einen Partikeln weg zur Prävention hin.

00:11:32: Also wir haben jetzt in Bayern diesen Masterplan Prävention, wenn die Judith Gerlach tatsächlich aufgesetzt hat, worüber ich sehr vor bin und auch mit vielen Partnern voran treibt.

00:11:39: Am zwölften Oktober ist das Zentrale Präventions-Tag.

00:11:42: Das ist ja nur eine kleine Maßnahme mit allen, dass wir in Schulen gesundes Essen und viele Dinge uns anschauen.

00:11:48: und Prävenzion ist ja keine Frage des Alters sondern kann in jedem Alter ein Thema sein.

00:11:53: und deswegen glaube ich müssen hier diesen Weg gehen und wir müssen uns auch mal anschauen wo wir da vom Gesetzgeber noch etwas weiter nach vorne kommen sollten.

00:12:02: und das zahlt natürlich insgesamt auch die Frage ein, dass man auf später erst in die Pflege kommt.

00:12:06: Da gehört dann aber auch neben der Prävention die Rehabilitation dazu, die natürlich auch ein wesentliches Element ist wenn es um die Frage der Pflege geht.

00:12:14: Brauchen wir hier mehr Anreize?

00:12:16: Dass sich Menschen gesünder ernähren, gesündern bewegen oder ist das auch wieder nur so eine Binse, die seit Jahren Bemüht wird.

00:12:28: Naja, wir haben ja die Frage der Prävention in verschiedenen Bereichen von primär, sekundär bis zur Testerprävention, in den verschiedenen Settings ansetzen.

00:12:37: Es gibt ja inzwischen einen Präventionsgesetz.

00:12:39: Ich weiß noch wie das damals entstanden ist.

00:12:40: Das glaube ich vier Anläufe brauchte, dass es dann wirklich

00:12:42: verwirklich wurde

00:12:44: weil immer wieder der Diskontinuität an Heim gefallen ist also nach Ende der Legislaturperiode verfallen ist.

00:12:50: Ich glaube da ist schon noch Luft nach oben aber ich würde auch sagen es ist ein Teil der Eigenverantwortung.

00:12:56: Also natürlich muss ich die Gesundheitskompetenz mitportieren.

00:13:00: Wir leben heute auch in der Zeit, also der Social Media, der psychischen Erkrankungen wachsen.

00:13:05: das ist alles natürlich noch mal zielfältiger geworden.

00:13:08: aber ich glaube nicht dass der Staat alles leisten kann sondern dass der Einzelne auch seinen eigenen Beitrag bringen müssen.

00:13:14: wenn sie heute das neue Thema Long-Tribute sehen jeder will lange Leben gesund leben dann wird keiner daran vorbeikommen dass er auch auf dem Thema Prämission ein bisschen näher schaut

00:13:26: Und bei sich anfängt im wahrsten Sinne des Wortes?

00:13:29: Ich habe auch, wenn man das Rauchen mal aufgehört hat.

00:13:31: Es war für mich ein großer Kampf um das mal hier zu sagen lange sehr stark geraucht und bin froh dass ich es für mich selber dann hingekriegt hab und auch die Bewegung in mein Leben stärker einbauen konnte.

00:13:44: aber da musste ich auch tatsächlich kämpfen und meinen inneren Schweinehund übermäßig.

00:13:49: Das glaube ich und da ist es ja inzwischen so, dass auch die Krankenkassen entsprechende Abgewöhnungskurse auch anbieten.

00:13:57: Das war vielleicht bei Ihnen damals noch nicht so, aber inzwischen ist ja diese Unterstützung auch da.

00:14:02: Aber

00:14:03: man muss selber auch wollen das ist schon immer ein Thema die Bereitschafts muss da sein und dann muss man auch einen Beitrag selbst leisten.

00:14:10: Ist ein gutes Stichwort vielleicht für unser nächstes Thema.

00:14:12: Herr Olecek Sie haben es auch schon kurz erwähnt.

00:14:15: Das ist die geplante Einführung eines Primärversorgungssystemes Ein Mega-Projekt, das sich der Bund da auf die Fahnen geschrieben hat.

00:14:24: Im November ist ein Gesetzentwurf angekündigt.

00:14:28: Die Debatte läuft auch in Bayern, denke ich mal.

00:14:32: Wenn Sie jetzt mal drauf schauen

00:14:33: was

00:14:34: wäre da aus Ihrer Sicht wichtig?

00:14:37: wenn man an Primärversorgung denkt muss das zum Beispiel verpflichtend aufgelegt sein oder muss das freiwillig bleiben?

00:14:45: Wie ist da Ihre Einschätzung?

00:14:46: Ja für uns war damals die Maßgabe dass wir versuchen wollen besser zu steuern.

00:14:52: Wir haben die meisten Arztkontakte letztendlich, wir sehen aber auch das Thema Termine zu bekommen.

00:14:59: natürlich eins ist dass die Menschen bewegt.

00:15:01: also in meiner Bürgerveranstaltung tauchen diese Fragen immer wieder auf.

00:15:06: deswegen war ja die Frage der Patientesteuerung über zum Beispiel die Hausärzte natürlich im Zentrum ein wichtiges Thema bis zur Termin Garanzie und dann zum eventuell ambulanten Zugang ins Krankenhaus auf die Gang aus.

00:15:19: Landschaft verändert sich im Moment durch die Reform.

00:15:22: Und ich denke, diesen Prozess muss man jetzt gemeinsam auch mit den Ersten und Ersten zum Beispiel angehen, denen ich an dieser Stelle auch mal ausdrücklich danke weil ich erlebe da immer noch viele hochmotivierte und hochleidenschaftliche Vertreter ihres Berufsstandes, die auch sagen, wenn es die Bürokratie, wir würden gerne sein oder andere machen aber tauschen irgendwann ab mit diesen ganzen Zeug und sitzen am Wochenende nur noch in der Praxis um Formulare auszufüllen.

00:15:48: Auch das bleibt eine der großen Herausforderungen, die da mehr Vertrauen auch in diesem System zu bekommen und Menschen zu entlachten damit am Ende wieder mehr Zeit für die Patienten bleibt.

00:16:00: Gibt es denn da in Bayern auch Initiativen?

00:16:02: Ich sprach neulich mit Herrn Bayers, der in München Gesundheitsökonomie lehrt etwaige Kommission bei Ihnen zum Thema Bürokratieabbau geleitet hat oder der Angehörte?

00:16:17: Wir haben versucht, an allen Ebenen dort zu arbeiten in allen Segmenten.

00:16:22: Das ist das Thema der Krankenhäuser und das Thema Derb.

00:16:25: Es geht natürlich über die Frage der Digitalisierung all dieser Dinge, die wir ja sehen, es geht über die Pflege.

00:16:31: Ich habe z.B.

00:16:32: sehr lange dafür gekannt dass man medizinischen Dienst- und Heimaufsicht besser verfahren um die Kontrolldichte.

00:16:38: Kontrollen sind notwendig, aber die Kontrolldichte ein bisschen auch zu reduzieren.

00:16:43: Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die hat aber auch was mit Haftungsfragen zu tun, Dokumentation leider sehr komplex.

00:16:49: Aber für mich eines der größten Themen, die es gibt, zu einer Vertrauenskultur wiederzukommen, kontrollen notwendig wenn sie dann angebracht sind, dann auch zu sanktionieren, aber nicht nur von der Kontrolle herzudenken und von den schlechtesten immer.

00:17:04: Das heißt, ihr gehört einiges auf dem Prüfstand was es an Regelungen und Vorschriften an Auflagen gibt.

00:17:12: Und ich denke ja da werden wir noch ein dickes Brett zu bohren haben.

00:17:16: Sie sprachen es anders hat etwas mit Vertrauenskultur zu tun und manchmal hat man das Gefühl Bürokratie ist auch ein Ausdruck von Misstrauen den Leistungserbringenden gegenüber.

00:17:26: zumindest so die Wahrnehmung bei mir.

00:17:28: Stichwort Primärversorgung braucht natürlich ausreichend Hausärztinnen und Hausärzte, die da steuern sollen.

00:17:38: Nun wissen wir alle das gehen viele Kolleginnen und Kollegen absehbar in Ruhestand.

00:17:44: Ich denke dass wird in Bayern auch so sein.

00:17:47: wenn sie mal so schauen auf das was in Bayern passiert ist ihnen da Bange um die ärztliche Versorgung der Zukunft.

00:17:55: Und was tut er Freistaat?

00:17:57: Um junge Leute für diesen wichtigen Beruf zu begeistern?

00:18:02: Ich glaube, das bringen Sie ein ganz wichtiges Thema an.

00:18:04: Wir mussten Studienplätze schaffen und wir haben es in Bayern gemacht über zwei Tausend Studien.

00:18:10: Neue Studienpläste wenn ich denke an Augsburg-Oberverhandene Niederbayern wo wir tatsächlich da ganz konzentriert dran gehen.

00:18:16: Die Landarztprämie, die Landarzwote in Niederlastungsprämien.

00:18:20: Wir versuchen da auch Modelle zu unterstützen Teampraxen Und andere Bereiche, auch das Thema Bürokratie noch mal rein.

00:18:29: Die Arbeitswelt, wie ändert sich die?

00:18:31: Das Thema MVZ und da meine ich jetzt nicht die Investoren getriebenen Da hätte es schon lange übrigens Regelungen gebraucht um sie einzudämmen.

00:18:38: Da fehlt mir schon bei Lauterbrachte nötige Mut.

00:18:41: Wir haben das in Bayern immer angeschoben.

00:18:42: aber ein MVZ kann natürlich auch aus kommunaler Sichthaus bis jetzt gebildet werden.

00:18:47: kann Unterstützung gefördert werden.

00:18:49: Ich glaube da müssen wir überall mit ansetzen damit dieser Beruf attraktiv bleibt Und damit auch dem Rechnung getragen wird, dass sich natürlich verändert.

00:18:58: Weil wir heute sehen es gibt auch immer mehr Frauen die diesen Beruf ergreifen ist weiblicher geworden.

00:19:03: Die Frage Vereinbarkeit Familie und Beruf spielt eine noch größere Rolle und das sind schon die Herausforderungen, die wir auch in der Zukunft haben.

00:19:12: Stichwort EMVZ also dieser investorengetriebene medizinischen Versorgungszentrum.

00:19:18: Wird's da nochmal aus Bayern einen Vorstoß geben weil ich habe die Wahrnehmung dass es sehr ruhig geworden ist um dieses Thema.

00:19:26: Ja,

00:19:26: aber...

00:19:27: Egal wie man das betrachtet.

00:19:29: Wir haben damals eine Bundesrat-Initiative mit Zustimmung aller Länder, wir waren uns auch einig, ich weiß noch nicht, Karl-Josef Blaumann und ich habe das mitauf vorangetrieben.

00:19:37: Wir sind da sehr eng abgestimmt über diese Frage der Regulierung, der Eingräßung.

00:19:44: Da ging es dann die Frage, wie kann man auch diesen Arztberuf im Zentrum lassen und nicht eben die Rensite als das entscheidende Merkmal einer Versorgungsstruktur.

00:19:53: Und ich hätte mir gewünscht dass da Mutika auch dagegen vorgegangen wird und vortrittet auch nach wie vor ein.

00:19:59: also es gibt glaube ich auch sogar gesetzt bis zu Gesetzes ins Würfen also zumindest Bundesratinitiativen die da waren und die eigentlich positiv beschieden worden sind.

00:20:08: Also ich hoffe dass diese Regierung das jetzt auch nochmal aufgreift

00:20:11: Vielleicht zum Schluss, wenn Sie gestatten, Herr Holicek?

00:20:14: Weil sie sprachen eben mutiger Auftreten.

00:20:16: Wenn Sie gerade nach Berlin schauen auf die Regierungskoalition im Bund, welchen Wunsch würden Sie da formulieren?

00:20:24: Mein Wunsch wäre – und den hatte ich von Anfang an das wir in diesen schwierigen Zeiten eigentlich eine Art konzertierte Aktion Gesundheits- und Pflege wiederbekommen wo wir uns gemeinsam unterhaken und sagen wir müssen jetzt einfach liefern und zwar gemeinsam weil wir auch das System fortentwickeln wollen, weil wir den Menschen eine Botschaft geben wollen.

00:20:46: Dass Verzorgung nach wie vor möglich und gut ist in der Fläche und dass wir dort zusammenstehen.

00:20:52: Ich will vielleicht sagen, dass es in der Pandemie so schlimm für uns alle war, bis die Erstbeschaft war, Kartenarztliche Vereinigung, Krankenkassen, alle Beteiligten oft an einem Strand gezogen haben, weil sie gewusst haben, wir müssen Ergebnisse

00:21:07: liefern.".

00:21:08: Und es ging dann auch.

00:21:09: Und diesen gemeinsamen Geist, den würde ich mir mehr denn je wünschen, dass Wissenschaft und Vertreter aller Gruppen unter diesem Bewusstsein jetzt gemeinsam das System nach vorne bringen.

00:21:19: So schwierig es auch ist, muss es Ergebnisse geben damit wir auch – und jetzt kommt da wieder zum Anfang zurück – das System und unsere Demokratie, dass die Menschen Vertrauen haben in die Handlungsfähigkeit des Staates wenn sie selber in einer schwierigen Situation sind.

00:21:35: Ich denke, das ist ein schönes Schlusswort Und bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen.

00:21:39: Herr Orliczek wünscht Ihnen noch eine gute Woche und freue mich, wenn Sie in der nächsten Ausgabe von die Berliner Stunde der Gesundheitspolitischen Podcast wieder mit dabei sind!

00:21:50: Bitte schauen sie auch gerne bei unseren Kollegen das Ärztetag-Podcast vorbei und wenn Ihnen diese Folge der Berliner Stunde gefallen hat dann folgen und bewerten Sie gerne diesen Kanal.

00:22:00: es ist nur ein einziger Klick und würde uns bei unserer Arbeit unterstützen.

00:22:04: Alles Gute, auf bald.

00:22:06: und vielen Dank noch mal Herr Hollacek.

00:22:08: Wiederschauen und bleiben

00:22:09: Sie gesund!

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