GeDIG im Check: Bringt das neue Gesetz den Digitalisierungsturbo?
Shownotes
Mit dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) steht eines der wichtigsten Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung an. Doch welche Chancen bietet das Gesetz tatsächlich für die Versorgung?
In dieser Folge "Die Berliner Stunde" spricht Matthias Gabriel mit Sascha Raddatz, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg), über die Chancen und Herausforderungen des Gesetzentwurfs, Interoperabilität und die Zukunft der Telematikinfrastruktur. Kann das Gesetz das erhoffte Digitalisierungstempo bringen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit digitale Innovationen im Versorgungsalltag ankommen?
Am 29. September 2026 findet die nächste digitale Veranstaltung von Politik & Debatte Live statt. Unter der Leitfrage: "Der digitale Weg in die Arztpraxis: Wer steuert künftig den Zugang zur Versorgung – und wie?" diskutieren wir mit Expertinnen und Experten ab 17:30 Uhr im Stream.
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00:00:03:
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen bei die Berliner Stunde der Gesundheitspolitische Podcast.
00:00:13: Mein Name ist Matthias Gabriel, ich bin Ressortverantwortlicher und leite die Themenentwicklung von Politik- und Debatte der Ärztezeitung.
00:00:22: In dieser Folge wollen wir uns mit einem Gesetz beschäftigen das nach der Sommerpause im Bundestag beraten wird aber schon vorher zumindest in der Digital-Szene intensiv diskutiert wird.
00:00:34: Es geht um das GEDIC, das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen.
00:00:40: Und eine wichtige Stimme dieser, ich sag mal, Digital Szene ist heute unserer Gast Sascha Radatz seit Anfang des Jahres Geschäftsführer des Bundesverbandes GesundheitsIT kurz BVITG.
00:00:54: Einen schönen guten Tag Herr Radatz!
00:00:56: Schönen guten Tag Herr Gabriel und herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:00: Ja super gerne, danke auch für Ihre Zeit!
00:01:02: Ja so kurz nach der Sommerpause nach dem Sommer, oder vielleicht mal für den Start eine persönliche Frage?
00:01:08: Sie sind ja von Berufswegen digital erfieden sage ich mal.
00:01:11: einfach behaupte ich einfach wann haben sie aber das letzte Mal gedacht?
00:01:15: wow dass war jetzt mal ein richtig tolles analoges Erlebnis.
00:01:20: Das
00:01:20: recht letzte Zolle analoge Erlebnisse hatte ich in der Tat mit einem ehemaligen Arzt, bei dem ich im Bahnhof war.
00:01:28: Ich wollte einen Außenzug haben von einer Gesundheitsbewertung und habe ihn gefragt, ob er mir das Digital zukommen lassen könnte?
00:01:36: Und ich musste mir dann aber bei ihm in der Praxis abholen und wir sind da drüber in das Gespräch gekommen welche digitalen Möglichkeiten es eigentlich gibt für seine Praxis.
00:01:46: und ja genau an dieser Stelle finde ich hat das ein tolles Gespräch gegeben und ist auch sozusagen bisschen in Verbindung mit dem Themenbereich den wir heute haben.
00:01:57: Ja, da merkt man gleich wo wir im Gesundheitswesen stehen aber der persönliche Austausch auch gerade über unser Thema heute auf jeden Fall wichtig.
00:02:05: und ich will gleich mal mit einem ja einen Zitat anfangen und zwar Deutschland muss die Legislaturperiode nutzen um digital endlich aufzuholen.
00:02:17: Wir müssen raus aus dem digitalen Neandertal.
00:02:21: was wir jetzt brauchen ist ein Digitalisierungsturbo.
00:02:25: Ich kann mir vorstellen, dass Sie das unterschreiben könnten.
00:02:28: Aber haben sie eine Idee, wer das vielleicht gesagt hat?
00:02:31: Eine Idee konkret habe ich jetzt nicht, wer es gesagt haben könnte!
00:02:34: Ist auf jeden Fall jemand der jetzt neu in Verantwortung ist.
00:02:36: Das war nämlich Carsten Linnemann vor ziemlich genau fünf Jahren und genau also das Thema beschäftigt uns und auch die Akteure schon länger und ist vielleicht aber etwas was man heute auch immer noch mit dem Ausrufe zeichnen versehen kann.
00:02:54: Wir wollen das heute im Podcast mal ein bisschen beleuchten und Herr Lindemann übernimmt ja jetzt von der bisherigen Gesundheitsministerin und jetzigen Kanzleramtschefin Nina Waken, dass schon erwähnte Gerdig das Gesetz nach der Sommerpause im Parlament beraten werden soll.
00:03:11: ich glaube erste Lesung dann am neunten Oktober und dann wird es ja so langsam spannend in den Beratungen.
00:03:17: da sind sie denn auch wahrscheinlich dabei.
00:03:19: Genau richtig wir werden in jedem Fall Das Gesetz weiter begleiten.
00:03:23: Es hat ja auch eine gewisse Tradition, kann man weit nach schon sagen, das ist ja im zurückliegenden Jahr zwanzig, fünfundzwanzig das Gesundheits-Digital-Agenturgesetz, dass nur den Teil der Gematik und deren Aufgaben nochmal genauer definiert hat und dass es weiterhin teilt des aktuellen Gedeckentwurfes.
00:03:42: Und es bleibt natürlich ein wichtiger Raufteil für die Digitalisierungsagenda der Bundesregierung insgesamt und auch wie als BVITG.
00:03:50: den Tendenziell die richtigen Ambitionen und gegebenenfalls auch Weißentstellungen, das kann man an manchen Stellen schon sagen.
00:03:58: Es bündelt ganze zentrale Themen wie beispielsweise die Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie, die ja unterm Lauterbach das erste Mal für das Gesundheitsresort aufgeschrieben wurde oder bis zur Inhalte die E-Bahre Weiterentwicklung.
00:04:11: Da spielt insbesondere der digitalste Medikationsprozess Und damit auch die Arzneimitteltherapiesicherheit, eine große Rolle in der nächsten Ausbaustunde für den elektronischen Patientenakte.
00:04:23: Wir haben eine stärkere Verankerung von Interoperabilität, wenn wir wahrscheinlich im späteren Verlauf auch noch mal zu sprechen kommen.
00:04:34: Also alles was so mit Datennutzung im europäischen Raum und Austausch zu tun hat, da kommt die nationalen Umsetzung auf uns zu.
00:04:42: Und wir haben eben auch neue A-Bedingungen in der Gänze oder in der Gesamtheit der Datennutzung.
00:04:47: Entscheidend ist aber für uns nicht das Gesetz allein sondern jetzt auch mit Blick auf Karsten Linnemann den kommenden Akzenten, bis die digitale Transformation nicht erreicht wird es auch nicht mit einem einzigen Gesetz tun.
00:05:00: Das schafft einen gewissen Rahmen für digitale Anwendung im Versorgungsalltag und wichtig ist, dass sie dann aber auch funktionieren.
00:05:09: Für Patientinnenbeärzte, für die Pflege, Krankenhäuser – es gibt noch viele weitere Leistungserbringende – und dafür braucht es aus unserer Sicht über das Gesetz hinaus, teilweise auch zu kurz greifen ganz klare Verantwortlichkeiten.
00:05:23: Das haben wir zuteilen bei der Gematik wie jedes Gesetz definiert wird auch um persistische Zeitpläne unter all dem was da umgesetzt werden soll.
00:05:31: Wir brauchen auch mehr Richtung interoperable Standards.
00:05:35: Und vor allen Dingen brauchen wir auch, und da spreche ich nicht nur für die Hersteller, die der WVITG vertritt, sondern auch in Richtung Leistungsabbringung eine verlässliche Finanzierung.
00:05:45: Und da die aktuelle Bundesregierung jetzt die Chance, Digitalisierung nicht mehr als ein Einzelprojekt zu sehen mit dem GDK verbunden, sondern als Teil einer ganzen Strukturwellen-Modernisierung des Gesundheitswesens.
00:05:58: Und da die Nachfrage, wir kommen auf die einzelnen Punkte glaube ich auch ganz gut noch zu sprechen.
00:06:03: Da kurz die Nachfragen ist das Division, die sie im Gesetzesentwurf entdecken als Verband also der Digitalisierung der digitalen Transformation einen ganzheitlichen Schub zu geben?
00:06:15: oder ist es noch zu kurz gesprungen?
00:06:17: Also ich würde sagen dass die Idee ist ein wichtiger Impuls aber der eigentliche Strukturwandel in dem Sinne steht.
00:06:25: Also positiv ist auf jeden Fall zu bewerten.
00:06:27: Die Themen, die ich schon auch gezählt hatte, dass sie überhaupt zusammengeführt werden unter der Bundesregierung und eben doch die richtigen Schwerpunkte an sich gesetzt werden.
00:06:35: aber gleichzeitig bleiben viele Fragen offen.
00:06:39: also wie werden Vorhaben konkret finanziert?
00:06:41: Welche Zeitachsen sind während des Schwerts?
00:06:44: Welcher Verantwortung?
00:06:45: Wie verhindern wir das Strukturen entstehen, die wiederum bestehende Probleme nicht lösen oder vielleicht sogar komplizieren?
00:06:52: Und ich würde dem Digitalisierung nicht daran messen, dass viele neue Gesetze wir schaffen, sondern entscheidend ist wie wir Versorgung und Zusammenarbeit an der Stelle dann verbessern.
00:07:01: Dafür kann das GEDIC eine gute Grundlage legen und benötigt dafür oder die Regierung oder die Verantwortlichen in der Regierung aus unserer Sicht benötig dafür die umsetzenden Hersteller auf der einen Seite und eben auch weiteres Deckwoll am Tisch.
00:07:17: Das können Leistungserbringende sein, das können aber auch andere Verzichtung von Seiten der Patienten sein.
00:07:23: Und umso wichtiger ist aus dem BVITG sich, dass wenn wir jetzt das GD als Einzelnes betrachten muss es aber eine gewisse Harmonisierung geben mit anderen Projekten.
00:07:33: also hier hatte ich schon gesagt Es gibt auch die KG-Verordnung, es gibt den Cyber Resilient, es sind zwei Daten schutzrechtliche Bestimmungen und Verordnungen und es gibt da noch das Medizinprodukt Recht und oben drauf werden auch noch die ganzen Spezifikationen entworfen, als die sogenannten Baupläne für diese Systeme bezeichnen.
00:07:55: Die dann auch nur umgesetzt müssen.
00:07:56: und diese ganzen Einzelprojekte oder Strenge produzieren natürlich super viel Aufwände durch die Spezifikation, durch die Bereitstellung von Tests und Referenzumgebungen, Programmierung von Schnittstellen, auch die Workflows bei den Leistungsabbringern müssen entsprechend abgebildet werden.
00:08:13: Und dann gibt es auch noch Software-Wartungskosten und das muss eben in ein Gesamtpaket gegossen werden, was da noch eine gewisse Stringenz und Logik hat.
00:08:22: Das heißt, dass GDEC alleine – das ist glaube ich klar reicht dafür einen echten Strukturwandel nicht aus, sondern da müssen noch viele andere Stellstrauben gedreht werden, denn wir aber nochmal einer Etage tiefer gehen auf das GDIC-Gucken.
00:08:37: Sie hatten jetzt schon Stichworte genannt?
00:08:40: Aus Ihrer Sicht ja die größte Lücke noch im Gesetzentwurf, die Sie jetzt vielleicht dann auch in den folgenden Beratungen noch adressieren möchten.
00:08:49: Die größende Lücke wäre aus meiner Sicht das wir den Gesetz des Texts wie er ist einerseits irgendwie gesagt mit realistischen Roadmaps zur Umsetzung hinterlegen müssen.
00:08:59: also die Projekte die dort einfach vom Gesetzgeber her aufgeschrieben werden müssen nachher auch in eine verlässliche Pipeline gebracht werden sowohl für die Leistungsabbringer berücksichtigt werden, dass das ganze Drängen neu aufgesetzt und programmiert wird.
00:09:13: Und es muss auch eine entsprechende Kommunikation der ganzen Prozesse noch stattfinden mit ausreichenden Erprobungsfasen und klar deklinierte Übergangsfristung.
00:09:24: Das benötigen wir auf der Zeitachse und wenn wir ins Gesetz tief reingucken gibt es auch einfach definitorische oder beschreibende Unklarheiten was denn mit bestimmten Paragrafen oder deren Änderungen eigentlich umgesetzt werden soll.
00:09:41: Also ich nenne Ihnen ein Beispiel, und zwar der ARAV-Dreihundertelf ist im GDXR Prominenz hinterlegt.
00:09:47: Da geht es um die Aufgabenbeschreibung der Gematik und dass sie gewissermaßen Beauftragungen vornehmen kann.
00:09:55: Und dann ist das aber unklar auch in Begründungstext Was genau damit eigentlich gemeint ist?
00:10:01: Also was soll eigentlich beauftragt werden.
00:10:03: Das sind so Lücken, auf die wir den Gesetzgeber hinweisen aktuell aber auch schon mit Blick auf... Ich habe es vorhin schon gesagt das Gesundheits- und Digitalagenturgesetz auch schon hingewiesen haben, was auch eine gewisse Ignoranz auch auf der Einstelle hindeutet.
00:10:18: Aber wir werden dann müde werden da sie den Finger in die Wunden zu legen und weiter darauf hinzudrängen dass genau diese gesetzlichen Unklarheiten oder Ausführungen beruhen werden.
00:10:29: Dann lassen Sie uns doch vielleicht gleich bei dem Stichwort.
00:10:32: Bei diesem Akteur bleiben die Gematik, die Digitalagentur des Bundes soll ja durch das GEDIC auch noch mal eine stärkere zentraler Rolle bekommen.
00:10:43: Ihr Verband sagt sie haben gesagt wer Wettbewerb im Backend ausschaltet gefährdet auch die Innovationskraft im Frontend.
00:10:50: Warum sieht die Industrie die gematikrolle so kritisch?
00:10:54: Die gematikkrolle an sich sehen wir gar nicht kritisch.
00:10:57: Wir sind sogar Er dabei zu sagen, wir wollen die gematik als organisationseinheit.
00:11:05: Das ist erstmal grundlegend vorweg.
00:11:06: und das was jetzt gerade ansprechen Sekretät filter ab eben auf diesen Paragraf und daraus.
00:11:15: Resultieren hatte gematika ein konzept papier vorgelegt.
00:11:18: uns in diesem Konzept Papier ist vorrangig die Dematik Infrastruktur also sozusagen Autobahnen im digitalen Gesundheitswesen, wo die ganzen Produkte drauf lauten.
00:11:30: Dematisiert und die ist in den vergangenen Jahren mehr damit viel erreicht.
00:11:35: aber sie hat noch nicht die Leife gerade den wir uns für eine flächendeckte verletzliche digitale Versorgung vorstellen oder benötigen und deswegen hat die Bundesregierung das eben auch zum Thema gemacht also die Gelemathik Infrastruktur stabiler sicher und verletzlicher unnötige Komplexität auch zu reduzieren.
00:11:53: Deswegen möchten Sie die digitale Agentur oder die Gematik eben auch stärken.
00:12:00: Und ganz klar sehen wir, die Rolle der Gematika ist, sie braucht eine stärkere Government das ist für uns ganz klar und sie braucht auch die Verantwortung für die digitare Infrastruktur und auch für die EPA und beispielsweise auch für den nationalen Umsetzung des CHDS.
00:12:15: dass sie dann zu einer zentralen nationalen Koordinierungsinstanz geschaffen wird, das begrüßen wir absolut.
00:12:22: Natürlich sehen wir allerdings dass die Gematik durch dem dieses Beauftragungsmodell was jetzt im Gesetz auch hinterlegt wird, Lehrflagge zugrußrechte bekommt und es nicht mehr ganz klar ist welche Aufgaben und Kompetenzen ja eigentlich zufähigen und sie sehr stark in den Markt praktisch mit eingreift.
00:12:42: also sie übernimmt zunehmend Aufgaben die vom Unternehmen im Markt eigentlich erbracht werden Und da haben wir große Fragezeichen, weil sie investiert entwickelt und Eroaktionen werden nur vorangetrieben durch den Beinmarkt.
00:12:58: Ja
00:12:58: also eine gewisse Rolle oder Situation als Mitbewerber.
00:13:03: ich will auch noch mal auf die Telematik Infrastruktur kurz zu sprechen kommen.
00:13:06: es hatten Sie gerade angerissen die gematik soll dafür mehr Stabilität sorgen?
00:13:11: Sie hat das jetzt im Prinzip schon gesagt.
00:13:13: Die TI ist noch bei weitem nicht stark genug, stabil genug für die nächsten Ausbaustufen oder wie würden Sie das noch mal einschätzen?
00:13:23: Also was müssten da eigentlich die nächsten Punkte sein um auf dieser Autobahn der Digitalisierung mehr Leistung erbringen zu können.
00:13:33: Die Frage ist ja ob die erweiterte Ausschreibungsbefugnis der Gematik der richtige Weg ist um mehr Stabilität auf die Telematik in Volksstruktur zu bringen.
00:13:43: Also der Kernrichtet sich weniger gegen die Ausschreibung an sich, sondern gegen die beifreißende Zentralisierung von ich sage mal Verantwortung und Marktstrukturen, die der Gematik gegeben werden.
00:13:55: Und da bedeutet dann im Umkehrschluss weniger Vielfalt, Mark bedeutet mehr Stabilität.
00:14:01: das ist das Kledon mit dem die Gematiker und der Gesetzgeber davor gehen.
00:14:05: Das klingt auf den ersten Blick vielleicht auch plausibel, weniger Anbieter, weniger Schnittstellen, weniger Komplexität hat es hier praktisch bei der komplexen digitalen Infrastruktur genau das Gegenteil.
00:14:17: Also, Resilienz entsteht nicht allein durch Zentralisierung aus unserer Sichtweise sondern eher durch Wettbewerb.
00:14:25: und dann ich will die zentralen Ausschreibungen vorzunehmen und einzelne Komponenten faktisch zu monopolisieren.
00:14:33: Es gibt wenig Sinn dass dann die Thematik-Infrastruktur dort mehr Stabilität erlangt, sondern es ist eher so ein Single Point auf Fehler der sich dann da konzentriert.
00:14:45: Also, wenn zentrale Funktionalitäten im Backbohnserben das vorhin schon kurz gesagt gebündet werden, haben wir viel größere Risiken was Störungen anbelangt, was technische Ausfälle anbelankt.
00:14:56: Das trifft potenziell alle gleichzeitig.
00:15:00: Sicherheitsvorfälle haben eine viel größer Weichweite und auch wie ließ fehler bei der Entwicklung können sie sich systemweit sichtbar zeigen Und aus unserer Sicht herraucht und die Ursache von Genie-Problemen darstellt.
00:15:18: Das sind weitere Spezifikationsänderungen zum Beispiel, also dass wir sehr nah an das Release rankommen, ein Release Datum und dann kurz vorher noch Spezifikation geändert werden, also an den Baublänen selber noch getürftet wird, dass wir eine sehr knappe Umsetzungsbrüste haben.
00:15:34: Das hatte ich eingangs auch schon gesagt, dass die Anforderung teilweise unklar formuliert ist.
00:15:39: Da gibt es dann auch viele... Interaktionsschleifen, die wir durchlaufen.
00:15:44: Es gibt nur mal häufig auch regulatürische Anpassungen und die Zulassungs- und Testverfahren sind unfassbar komplexes und deshalb fordert der BVITG Nachbesserung.
00:15:54: Das bedeutet aber nicht dass wir uns komplett gegen Ausschreibung wenden sondern wir sagen vielmehr wenig unnötige Komplexität, aber nicht weniger Wendbewerb.
00:16:05: Beides sollte man aber nicht miteinander verwechseln.
00:16:07: an der Stelle
00:16:08: da kurz nachgefragt, weil wenn sie fristen und die Komplexität ansprechen ist natürlich so ein generelles Thema mehr Tempo in die Digitalisierung und die digitale Transformation zu bringen.
00:16:21: Ist denn die Industrie-Ready auch was Entwicklung und andere Punkte betrifft, da auch zeitlich eine Schippe draufzulegen?
00:16:30: Das hängt natürlich immer damit zusammen dass man am Ende des Tages eine gewisse Power in den Teams braucht.
00:16:38: dann für die Entwicklung zur Verfügung stehen und es ist natürlich personell auch irgendwann begrenzt, wenn man gar als viele Projekte nehmen einen Herr laufen hat muss eine Priorisierung vorgenommen werden.
00:16:49: Und einer Harmonisierung weil sonst kann ich alles parallel einwickelt werden.
00:16:53: da laufen wir zunehmend Gefahr dass auch Akteure die Spezifikationen zur verfügung stellen nicht miteinander abgegeben sind und deren jeweilige Zeitachsen und Zeitpläne nicht miteinander harmonisiert und also die Hersteller irgendwann vor die Herausforderung gestellt, dass keine Priorisierung vorgenommen wurde und sie alles mit einmal bewerkstelligen müssen.
00:17:11: Und da müssen wir in eine noch bessere und stringentere Abstimmung einbekommen mit dem Gesetzgeber und wir bieten uns auch regelmäßig und kontinuierlich bei jedem gesellschaftes Prozess mit an das wir zu besprechen bereit sind aber dann geht auch in diese Roadmaps mit einsteigen müssen, dass es natürlich verletzlich wird.
00:17:28: okay also da ja verzahnteres vorangehen auch mit ihnen mit der Industrie.
00:17:35: Ein Stichwort hatte ich mir notiert, das ist auch schon gefallen und denke ich auch ein zentrales Stichwirt im Gesetzentwurf Interoperabilität.
00:17:43: Warum bleibt es denn auch aus ihrer Verbandssicht so ein wichtiges Schlüsselthema?
00:17:49: Weil Digitalisierung Gesundheitswesen nur dann funktionieren kann wenn sie Themen natürlich miteinander sprechen können.
00:17:54: wir haben heute schon sehr leistungsfähige IT-Themen.
00:17:57: Das Problem ist aber häufig dass nicht digitale Lösung an sich fielen sondern Informationen an System- oder auch Sektorengrenzen, also z.B.
00:18:07: Krankenhauspflege oder ambulante Versorgung verloren gehen.
00:18:12: und das ist die ganz konkrete Herausforderung dabei.
00:18:15: einerseits sind der Ababilität technisch sehr komplex weil es sehr viele unterschiedliche Standards gibt.
00:18:21: so wir haben diese Diskussion jetzt gerade rund um die sogenannte Wechselfnitzstelle im ambulanten Bereich.
00:18:27: Die soll helfen dass das Themenwechsel schneller vonstatten gehen können und auch mit einem sehr stabilen Datenaustausch.
00:18:35: Da sind wir in der Gematik, in einem sehr konstruktiven Austausch auf Arbeitsebene.
00:18:39: aber auch hier zeigt sich dass wir unterschiedliche Vorstellungen vom konkreten Formater.
00:18:44: also welches Datenformat sollen da genommen werden?
00:18:47: Dann gibt es auch noch das Problem, die angeschlossen sind.
00:18:53: Das betrifft insbesondere sonstige Leistungsabbringende.
00:18:56: Wir haben auch unterschiedliche regulatorische Programme Sondern mal in Richtung Wechselschnittstelle habe ich das gerade eben erklärt, den politischen Druck weil die Umsetzung der Politik zu langsam geht.
00:19:07: Da hatten wir grade schon über Zeiten gesprochen.
00:19:10: aber gerade Interoperabilität wird immer öffig also dieses Themenwechsel zum Beispiel mit der Wechsel-Schnittsteller im ambulanten Bereich von einem System auf das andere zu wechseln und häufig so gedacht dass man dort einen Knopf drückt Und dann ist der System, denkst du, vonstatten gegangen.
00:19:25: Aber es ist unfassbar komplex, weil die Themen unterschiedlich funktionieren und unterschiedliche Daten beobachten haben, was nachher am Ende des Tages auch in Kern eines Systems ausmacht, weil sich jeder selber Gedanken darüber gemacht hat.
00:19:37: Also so ist das unfassbare Komplex in der Stelle.
00:19:40: Die Nutzer-Erwartung in den Arztpraxen ist vielleicht aber genau diese, dass man vielleicht die Möglichkeit hat doch um einiges leichter da PVS-seitig wechseln zu können.
00:19:53: muss die Industrie da eventuell noch ein bisschen mehr liefern?
00:19:56: oder wo sehen sie das puddles kern?
00:19:59: also wir sind natürlich im austausch werden uns dass auch selber in den statuten des verbandes ganz nach oben geschrieben, dass wir uns zur intervorminität einsetzen und deswegen gehen wir auch als verband mit dem anderen Unternehmen zusammen auf die gematik zu und beteiligen wir uns hinter freiwillig an solchen workshopformaten wie eben zur wechselstelle.
00:20:18: oder zum beispiel das gleiche gibt es auch Nitzstellen, Misek nennt sich das Krankenhausbereich.
00:20:23: Auch dort sind wir mit der DKG und dem BMG untergematigen Wehrengen im Austausch und Beteiligung uns eben auch freiwillig daran eben solche Schnittstellen oder Interparabilität in Themen zu fördern und voranzubringen.
00:20:35: Und das ist ja der richtige Beteilligungsschild aus unserer Sicht.
00:20:38: Das ist aber trotzdem ein komplexer Prozess weil die Themen voneinander losgelöst jetzt versucht werden zusammenzubringen und das benötigt einfach auch Zeit.
00:20:49: Das GEDEC, um einen kleinen Themenwechsel zu machen soll ja auch formuliere ich mal die digitale Basis für das Premierversorgungssystem schaffen.
00:20:59: In dem Zusammenhang geht es auch viel um Termine und auch Terminplattformen.
00:21:06: Da haben wir einmal nachgefragt wie ist der Blick denn in der Industrie ihres Verbandes auf dieses Thema?
00:21:13: Ist das da richtig im GEDEK angeschoben oder würden sie sich Noch etwas anderes wünschen.
00:21:20: Es ist im GEDIK in Ansätzen schon angeschoben, wir selber im Verband sind gerade dabei uns eine Positionierung und eine Meinung dazu zu bilden.
00:21:29: Und es wird voraussichtlich nach der Sommerpause noch einer gesetzlichen Initiative zum Gemäherversorgungssystem kommen.
00:21:37: Wenn der Gesetzesentwurf vorliegt werden wir diesen auch entsprechend kommentieren und da macht das GEDik aber einen ersten Schritt in diese Richtung.
00:21:45: Ja, also genau das ist ja quasi tatsächlich so die Fundierung und das muss man natürlich dann zusammen betrachten.
00:21:52: Da kommen wir natürlich gerne noch mal ins Gespräch weil das treibt auch unsere Hörer sicherlich um wie das dann auch umgesetzt wird, weil da sicherlich auch einiges an Technik am Ende des Tages dahinter stehen wird, dass nutzerfreundlich auszugestalten.
00:22:08: Eine Frage auch noch zu elektronischen Patientenakte der EBA Soll der den Grunde nachtrehen, Angelpunkt für die digitale Versorgung werden?
00:22:17: Und da ist ja auch schon natürlich viel diskutiert worden.
00:22:20: Welche Use Cases da denn wichtig sind in den nächsten Schritten wenn Sie einmal aus Ihrer Sicht, Aus Sicht Ihrem Mitgliedsunternehmen drauf schauen was wäre aus der Industrieperspektive das was denn die EBA wirklich verbessern könnte und zwar schon morgen weil wir waren hier beim Thema Tempo schon angelangt.
00:22:36: Ja Ich würde auch sagen, dass die Eva ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit ist.
00:22:41: Also klar, die Eva ist aktuell im Wurststadion beziehungsweise in der Ausbauung und den Austausch von Werdenleistungsabbringer oder auf Patientinnen und Patienten hier mehr merken, was für eine V-Eilin der Eva auch drinsteckt.
00:22:57: Dass es ihnen nicht nur eine totale Dokumentenablage ist sondern das Und das wird auch entscheidend sein, sind Formationsstrukturierend und verständlich verfügbar sind für ganz unterschiedliche Akteure die im Versorgungsgeschehen aktiv sind.
00:23:11: Also Pflege-, Rettungsdienst-, Apotheken-, Therapieberufe und ja noch weitere Leistungserbringer, die da mitgedacht werden müssen.
00:23:19: aber alle können sie dann am Ende des Tages nutzen.
00:23:21: Und weil wir es jetzt gefragt haben nach wenn ich das heute oder morgen setzen könnte also was natürlich Warum?
00:23:29: Das ist das erste Mal ein richtiger Nutzen auch für Leistungsabbringende.
00:23:32: Also wir haben einerseits die Volltext-Zugel in der Ausbaustufe und den digital gestützten Medikationsprozess, und das sind natürlich zwei Punkte mit denen man wunderbar arbeiten kann und die an auch für beide Seiten sowohl Leistungserbringender als auch Patientinnen und Patienten einen hervorragenden Mehrwert darstellen, weil man das erst einmal auf die Dokumente durchsuchen lassen kann nach Stichworten und es bleibt halt nicht nur einfach eine Ablage
00:23:58: Genau.
00:23:58: Und gibt es etwas, was jetzt in den Schubladen Ihrer Unternehmen steckte?
00:24:02: Wo man sagen würde okay das ist eine Sache die wenn die Gematik da die Spezifikation bringt dass wäre eigentlich der Game Changer
00:24:09: also in den schublaren der unternehmen.
00:24:11: wir haben das auch in Verbindung mit unserer europäischen Leitendasse dem mehr wie wir als BVITG auch organisieren leiten thema wird natürlich weiter denn auch Kali und die Anwendungsfälle von Kali Immer weitere Verbesserung oder die weiteren Case also dennoch immer mehr Unternehmen, die sich in dem Bereich KD spezialisieren und auch Einzellösungen bereitstellen.
00:24:35: Und das miteinander zu verbinden wird dann am Ende des Tages die Richtung sein, die wir aufblicken.
00:24:43: Auf jeden Fall Thema für eine nächste weitere Ausgabe dieses Podcasts vielleicht?
00:24:48: sprechen über Digitalisierung, digitale Transformation manchmal so als wünscht ihr was?
00:24:52: Ja das braucht es dies und jenes.
00:24:53: Und gibt ja auch Studien die sagen digitalisierung kann Effizienzen heben und das ist natürlich alles richtig.
00:24:59: aber vor allem ist es ja auch im ersten Schritt erst bei den Investment-Thema Wer trägt denn eigentlich die Kosten der digitalen Transformation?
00:25:08: Ist aus ihrer sich gut austariert?
00:25:10: im Moment
00:25:11: Ja, also digitale Transformation ist eine gigantgesellschaftliche Aufgabe.
00:25:16: Deswegen würde ich sagen kann man das nicht einseitig in einer einzelnen Richtung denken, also in Richtung Leistungsabbringer oder Hersteller.
00:25:23: wenn der Gesetzgeber unter Pabilitätsanforderung formuliert neue digitale Anwendungen möchte oder eben auch gesetzliche Schnittstellen dann muss man sich natürlich auch Gedanken darüber machen dass nicht nur in einem Gesetz zu schreiben sondern wie die Entwicklung die Implementierung der Betrieben oder eben auf die Weiterentwicklung und Wartung von bestimmten Sachen finanziert wird.
00:25:45: Und dafür brauchen wir letztlich verlässliche Rahmenbedingungen, aber wir brauchen dann auch Sicherstellungen – das zeigt sich zum Beispiel beim European Health Data Space – dass dann Investitionen, die gemacht werden bzw.
00:25:59: Forderungen, die umgesetzt werden von den Herstellerinnen, sich auch reden, finanzieren müssen.
00:26:03: Da muss man sich dann eben auch Gedanken machen vom Gesetzgeberseite aus wie denn das eigentlich passieren kann?
00:26:10: Digitalisierung ist kein einmaliges IT-Projekt, sondern auch dauerhafte Finanzierung und es sind doch eine dauerhante Infrastrukturaufgabe.
00:26:18: Also nur einmal etwas einzuführen reicht an der Stelle nicht aus und da braucht es Finanzierungen.
00:26:23: Und weil Sie gesagt haben bei Wünscht ihr was?
00:26:26: Wenn ich mir jetzt etwas wünschen könnte dann wäre das so wie ne Neuauflage des KAZG Also das Krankenhaus Zukunftsgesetz ist, wo viele Finanzierungsmöglichkeiten drin stecken.
00:26:37: Die noch auf den ambulanten Bereich und auch die Pflege auszuweiten.
00:26:40: Das wäre natürlich eine Rennstilwachsvorstellung.
00:26:43: Ist mir völlig klar, dass mit der aktuellen Finanzlage wir haben und mit der GKV-Finanzierung und dem dazu gehörigen Gesetz natürlich ein ganz anderer Druck auf dem System drauf ist.
00:26:54: aber es wäre wünschenswert wenn auch Gegenfinanzierungen vom Gesetzgehalt denn noch mitgedacht werden.
00:26:59: Da ist wahrscheinlich, wie Sie schon selber andeuten der Last-Kling bei der Finanzminister erst mal noch dazwischen.
00:27:04: Aber das ist auf jeden Fall ein Punkt.
00:27:07: Herr Radatz wir kommen zum Abschluss dieses Podcasts Die Berliner Stunde und ich will nochmal fragen, dass Gedeck aus Ihrer Sicht nur ein echter Meilenstein der gesunde Digitalisierung mit der Bitte um kurze Antwort?
00:27:20: Es ist ein wichtiger, richtig großer Meilenstein und es ist das Gesetz in dieser Legislaturperiode was uns am meisten beschäftigen wird um Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen.
00:27:31: Das kann ich definitiv so sagen.
00:27:33: Vielen Dank Herr Raddatz!
00:27:34: Uns wird das Gesetz auf jeden Fall auch weiter beschäftigen.
00:27:37: Ich sage großes Dankeschön an Sie für Ihre Zeit Und diesen spannenden Austausch den wir sicherlich auch an anderer Stelle fortführen werden.
00:27:46: Bei Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöerer bedanke ich mich fürs Einschalten Und freue mich, wenn Sie auch bei der nächsten Ausgabe von Die Berliner Stunde der Gesundheitspolitische Podcast wieder mit dabei sind.
00:27:57: und um die Frage wie der digitale Weg in die Arztpraxis am besten organisiert wird.
00:28:02: Geht's auch ein Stück weit im Gedick darum.
00:28:05: Darum dreht sich unsere nächste Politik- und Debatte Live-Session am neunundzwanzigsten September.
00:28:11: Alle Infos dazu gibt es in den Shownotes hier, dieses Podcasts.
00:28:15: Und die Berliner Stunde und auch der Ärztetagpodcast unserer Kolleginnen und Kollegen finden Sie auf allen gängigen Plattformen!
00:28:24: Wenn Ihnen diese Folge der Berliner Stunde gefallen hat, dann folgen und bewerten sie gerne diesen Kanal.
00:28:30: Es ist Einglick und würde uns bei unserer Arbeit unterstützen.
00:28:34: Vielen Dank dafür, vielen Dank für Ihre Zeit und bis bald!
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